Quintenzirkel ➤ Das ultimative Werkzeug für Musiker

Was du über den Quintenzirkel wissen solltest

Der Quintenzirkel gehört zu den wichtigsten Orientierungshilfen in der Musiktheorie. Er zeigt auf einen Blick, wie Tonarten miteinander verwandt sind, welche Vorzeichen sie besitzen und welche Dur- und Molltonarten zusammengehören. Außerdem hilft er dabei, Akkordfolgen, Modulationen und harmonische Zusammenhänge besser zu verstehen.

Das klingt zunächst theoretisch, ist in der Praxis aber ausgesprochen nützlich. Egal ob du Gitarre, Klavier oder ein anderes Instrument spielst: Wenn du den Quintenzirkel verstanden hast, kannst du Tonarten schneller einordnen, Stücke leichter transponieren und viele Akkordfolgen besser nachvollziehen.

In diesem Guide erklären wir den Quintenzirkel Schritt für Schritt. Du erfährst, wie er aufgebaut ist, was die Kreuz- und b-Vorzeichen bedeuten, wie Dur- und Molltonarten miteinander zusammenhängen und wie du den Quintenzirkel beim Spielen, Improvisieren und Komponieren einsetzen kannst.

Was ist ein Quintenzirkel? Leicht erklärt!

Der Quintenzirkel ist eine kreisförmige Darstellung von Tonarten. Benachbarte Tonarten stehen jeweils im Abstand einer reinen Quinte zueinander.

Ausgehend von C-Dur führt der Quintenzirkel im Uhrzeigersinn zu G-Dur, D-Dur, A-Dur, E-Dur und weiter. Bei jedem Schritt kommt ein zusätzliches Kreuzvorzeichen hinzu.

In die andere Richtung geht es von C-Dur über F-Dur, B-Dur, Es-Dur, As-Dur und weiter. Dabei kommt mit jedem Schritt ein zusätzliches b-Vorzeichen hinzu.

Die grundlegenden Reihen sehen deshalb so aus:

Im Uhrzeigersinn:
C – G – D – A – E – H – Fis – Cis

Gegen den Uhrzeigersinn:
C – F – B – Es – As – Des – Ges – Ces

Der Quintenzirkel besteht also nicht einfach aus den sieben Tönen einer Tonleiter. Er ordnet vielmehr Tonarten nach ihrer harmonischen Verwandtschaft.

Das ist deshalb praktisch, weil Tonarten, die im Quintenzirkel direkt nebeneinanderliegen, sehr viele Töne gemeinsam haben. C-Dur und G-Dur unterscheiden sich beispielsweise nur in einem einzigen Ton: In G-Dur wird aus F ein Fis.

5 wichtige Fakten zum Quintenzirkel

  1. Der Quintenzirkel ordnet Tonarten nach Quinten. Benachbarte Tonarten liegen jeweils eine reine Quinte auseinander.
  2. Im Uhrzeigersinn kommen Kreuzvorzeichen hinzu. C-Dur hat keine Vorzeichen, G-Dur ein Kreuz, D-Dur zwei Kreuze und so weiter.
  3. Gegen den Uhrzeigersinn kommen b-Vorzeichen hinzu. F-Dur hat ein b, B-Dur zwei b, Es-Dur drei b und so weiter.
  4. Jede Durtonart besitzt eine parallele Molltonart. Beide haben dieselbe Tonartvorzeichnung. C-Dur gehört beispielsweise zu a-Moll und A-Dur zu fis-Moll.
  5. Der Quintenzirkel zeigt harmonische Nähe. Dadurch ist er hilfreich beim Bestimmen von Tonarten, beim Transponieren, beim Analysieren von Akkordfolgen, beim Improvisieren und bei Modulationen.

Warum ist der Quintenzirkel für Musiker wichtig?

Man kann Musik selbstverständlich auch spielen, ohne den Quintenzirkel auswendig zu kennen. Sobald du aber verstehen möchtest, warum bestimmte Akkorde zusammenpassen oder warum ein Tonartwechsel besonders natürlich klingt, wird er sehr hilfreich.

Mit dem Quintenzirkel kannst du zum Beispiel:

  • die Vorzeichen einer Tonart bestimmen
  • Dur- und Molltonarten schneller erkennen
  • Paralleltonarten finden
  • verwandte Tonarten erkennen
  • Akkordfolgen besser analysieren
  • Tonartwechsel und Modulationen nachvollziehen
  • Musikstücke in andere Tonarten transponieren
  • dich beim Improvisieren besser orientieren
  • Akkordfolgen für eigene Songs entwickeln

Besonders nützlich ist der Quintenzirkel deshalb nicht als starre Regel, sondern als eine Art Landkarte. Er zeigt dir, wie verschiedene Tonarten miteinander verbunden sind.

Quintenzirkel-Merksprüche

Die Reihenfolge der Tonarten lässt sich mit verschiedenen Merksprüchen lernen.

Kreuztonarten:

C – G – D – A – E – H – Fis – Cis

Ein bekannter Merkspruch für G – D – A – E – H – Fis lautet:

Geh Du Alter Esel Hole Fische.

Danach folgt noch Cis-Dur.

b-Tonarten:

C – F – B – Es – As – Des – Ges – Ces

Eine mögliche Eselsbrücke lautet:

Frische Brötchen Essen Asse Des Gesangs.

Danach folgt noch Ces-Dur.

Wie sieht ein Quintenzirkel aus?

Der Quintenzirkel wird normalerweise als Kreis dargestellt. Oben steht C-Dur ohne Vorzeichen. Von dort aus werden die Tonarten in beiden Richtungen angeordnet.

Im Uhrzeigersinn bewegen wir uns jeweils eine Quinte weiter:

C → G → D → A → E → H → Fis → Cis

Gegen den Uhrzeigersinn bewegen wir uns in die andere Richtung:

C → F → B → Es → As → Des → Ges → Ces

Diese Richtung kann auch als Quartenzirkel betrachtet werden: Eine Quinte abwärts entspricht hinsichtlich der Tonklassen einer Quarte aufwärts. Deshalb findet man gelegentlich auch die Bezeichnung Quartenzirkel.

Viele Darstellungen zeigen außen die Durtonarten und innen ihre jeweiligen parallelen Molltonarten.

Beispiele dafür sind:

  • C-Dur ↔ a-Moll
  • G-Dur ↔ e-Moll
  • D-Dur ↔ h-Moll
  • A-Dur ↔ fis-Moll
  • E-Dur ↔ cis-Moll
  • H-Dur ↔ gis-Moll
  • F-Dur ↔ d-Moll
  • B-Dur ↔ g-Moll
  • Es-Dur ↔ c-Moll
  • As-Dur ↔ f-Moll
Quintenzirkel mit Dur- und Molltonarten
Hinweis: Die Grafik verwendet internationale Notennamen. Das internationale B entspricht dem deutschen H. Das internationale B♭ entspricht dem deutschen B.

Definition und Funktionsweise des Quintenzirkels

Der Quintenzirkel ist eine kreisförmige Anordnung von Tonarten. Seine Struktur ergibt sich daraus, dass man vom Grundton einer Tonart jeweils eine reine Quinte weitergeht.

Von C aus ist G eine reine Quinte. Von G aus ist D eine reine Quinte. Danach folgen A, E, H und Fis.

Dadurch entsteht:

C – G – D – A – E – H – Fis – Cis

Das Entscheidende daran ist, dass sich bei jedem Schritt nur ein Ton der jeweiligen Durtonleiter verändert.

C-Dur besteht aus:

C – D – E – F – G – A – H

G-Dur besteht aus:

G – A – H – C – D – E – Fis

Beide Tonleitern besitzen also sechs gemeinsame Töne. Nur F wird in G-Dur zu Fis.

D-Dur hat anschließend zwei Kreuze:

D – E – Fis – G – A – H – Cis

Auch D-Dur unterscheidet sich wiederum nur in einem Ton von G-Dur.

Genau diese schrittweise Veränderung macht der Quintenzirkel sichtbar.

Was bedeutet enharmonische Verwechslung im Quintenzirkel?

Auf dem unteren Teil des Quintenzirkels treffen Kreuz- und b-Tonarten aufeinander. Dort gibt es Töne und Tonarten, die auf einem gleichstufig gestimmten Instrument gleich klingen können, aber unterschiedlich notiert werden.

Ein einfaches Beispiel ist:

Fis = Ges

Auf Klavier oder Gitarre handelt es sich um dieselbe Tonhöhe. Musiktheoretisch hängt die Schreibweise jedoch vom harmonischen Zusammenhang ab.

Entsprechend können beispielsweise Fis-Dur und Ges-Dur enharmonisch gleich klingen, besitzen aber unterschiedliche Tonartvorzeichnungen:

  • Fis-Dur: 6 Kreuze
  • Ges-Dur: 6 b

Auch Cis-Dur und Des-Dur sind enharmonisch eng miteinander verbunden, werden aber unterschiedlich notiert.

Deshalb findet man am unteren Rand eines Quintenzirkels häufig zwei Tonartnamen an derselben oder nahezu derselben Position.

Grundlagen der Musiktheorie

Um den Quintenzirkel wirklich zu verstehen, solltest du einige Begriffe voneinander unterscheiden: Ton, Tonleiter, Tonart, Intervall und Akkord.

Was ist eine Tonleiter?

Eine Tonleiter ist eine geordnete Folge von Tönen innerhalb einer Oktave.

Eine Durtonleiter folgt diesem Muster aus Ganz- und Halbtonschritten:

Ganz – Ganz – Halb – Ganz – Ganz – Ganz – Halb

Bei C-Dur ergibt sich dadurch:

C – D – E – F – G – A – H – C

Die natürliche Molltonleiter besitzt dagegen das Muster:

Ganz – Halb – Ganz – Ganz – Halb – Ganz – Ganz

Bei a-Moll ergibt sich:

A – H – C – D – E – F – G – A

Was ist eine Tonart?

Eine Tonart ist mehr als nur eine Tonleiter. Sie beschreibt das tonale Zentrum eines Musikstücks und die hierarchische Beziehung der verwendeten Töne und Akkorde zu diesem Zentrum.

Ein Stück in C-Dur muss deshalb nicht ausschließlich Töne aus der C-Dur-Tonleiter enthalten. Chromatische Töne, Zwischendominanten, Modulationen und andere harmonische Erweiterungen sind problemlos möglich.

Was ist ein Intervall?

Ein Intervall beschreibt den Abstand zwischen zwei Tönen. Zu den wichtigsten Intervallen gehören Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave.

Für den Quintenzirkel ist vor allem die reine Quinte wichtig. Sie umfasst sieben Halbtonschritte.

Beispiele:

  • C → G = reine Quinte
  • G → D = reine Quinte
  • D → A = reine Quinte
  • A → E = reine Quinte

Was ist ein Akkord?

Ein Akkord besteht aus mehreren gleichzeitig erklingenden Tönen. Ein klassischer Dreiklang enthält Grundton, Terz und Quinte.

Je nach Intervallstruktur entstehen unterschiedliche Akkordtypen, zum Beispiel:

  • Dur
  • Moll
  • vermindert
  • übermäßig

Dur und Moll sind dabei zunächst musiktheoretische Bezeichnungen für bestimmte Intervallstrukturen. Beschreibungen wie „fröhlich“ für Dur oder „traurig“ für Moll können als grobe Höreindrücke hilfreich sein, sind aber keine musiktheoretischen Definitionen und treffen nicht auf jede Musik zu.

Anwendung des Quintenzirkels

Der Quintenzirkel lässt sich auf verschiedene Arten praktisch verwenden. Besonders nützlich ist er für Tonarten, Vorzeichen, Paralleltonarten, harmonische Verwandtschaften und Modulationen.

Dur- und Molltonarten im Quintenzirkel

Zu jeder Durtonart gibt es eine parallele Molltonart mit derselben Tonartvorzeichnung.

Die parallele Molltonart beginnt eine kleine Terz beziehungsweise drei Halbtonschritte unter dem Grundton der Durtonart.

Beispiele:

  • C-Dur ↔ a-Moll
  • G-Dur ↔ e-Moll
  • D-Dur ↔ h-Moll
  • A-Dur ↔ fis-Moll
  • E-Dur ↔ cis-Moll
  • H-Dur ↔ gis-Moll
  • Fis-Dur ↔ dis-Moll
  • F-Dur ↔ d-Moll
  • B-Dur ↔ g-Moll
  • Es-Dur ↔ c-Moll
  • As-Dur ↔ f-Moll

Paralleltonarten besitzen dieselbe Tonartvorzeichnung und denselben diatonischen Tonvorrat, haben aber ein anderes tonales Zentrum.

C-Dur und a-Moll enthalten beispielsweise beide:

C – D – E – F – G – A – H

Trotz derselben Töne wirkt die Musik anders, weil bei C-Dur C und bei a-Moll A das tonale Zentrum bildet.

Paralleltonart und gleichnamige Tonart: Was ist der Unterschied?

Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt.

Paralleltonarten haben dieselben Vorzeichen, aber unterschiedliche Grundtöne:

C-Dur ↔ a-Moll

Gleichnamige Tonarten besitzen dagegen denselben Grundton, aber unterschiedliche Vorzeichen:

C-Dur ↔ c-Moll

C-Dur hat keine Vorzeichen. c-Moll hat dagegen drei b-Vorzeichen: B, Es und As.

A-Dur und a-Moll sind ebenfalls gleichnamige Tonarten, aber keine Paralleltonarten.

Quintenzirkel-Tabelle: Dur, Moll und Vorzeichen

DurtonartParallele MolltonartVorzeichen
C-Dura-Mollkeine
G-Dure-Moll1 Kreuz: Fis
D-Durh-Moll2 Kreuze: Fis, Cis
A-Durfis-Moll3 Kreuze: Fis, Cis, Gis
E-Durcis-Moll4 Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis
H-Durgis-Moll5 Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais
Fis-Durdis-Moll6 Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis
Cis-Durais-Moll7 Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His
F-Durd-Moll1 b: B
B-Durg-Moll2 b: B, Es
Es-Durc-Moll3 b: B, Es, As
As-Durf-Moll4 b: B, Es, As, Des
Des-Durb-Moll5 b: B, Es, As, Des, Ges
Ges-Dures-Moll6 b: B, Es, As, Des, Ges, Ces
Ces-Duras-Moll7 b: B, Es, As, Des, Ges, Ces, Fes

Die Vorzeichen kommen immer in derselben Reihenfolge hinzu: Kreuze als Fis – Cis – Gis – Dis – Ais – Eis – His, b-Vorzeichen als B – Es – As – Des – Ges – Ces – Fes. Die Reihenfolge der b-Vorzeichen ist die der Kreuze rückwärts.

Zum Ausdrucken: Quintenzirkel als PDF (A4) mit Dur, Moll und Vorzeichen

Kreuz-Vorzeichen mit dem Quintenzirkel herausfinden

Auf der Kreuzseite des Quintenzirkels kommt mit jedem Schritt im Uhrzeigersinn ein weiteres Kreuz hinzu.

  • G-Dur: 1 Kreuz
  • D-Dur: 2 Kreuze
  • A-Dur: 3 Kreuze
  • E-Dur: 4 Kreuze
  • H-Dur: 5 Kreuze
  • Fis-Dur: 6 Kreuze
  • Cis-Dur: 7 Kreuze

Die Reihenfolge der Kreuzvorzeichen lautet:

Fis – Cis – Gis – Dis – Ais – Eis – His

A-Dur besitzt beispielsweise drei Kreuze:

Fis – Cis – Gis

E-Dur besitzt vier:

Fis – Cis – Gis – Dis

Fis-Dur besitzt sechs:

Fis – Cis – Gis – Dis – Ais – Eis

b-Vorzeichen mit dem Quintenzirkel herausfinden

In der anderen Richtung kommt pro Schritt ein weiteres b hinzu.

  • F-Dur: 1 b
  • B-Dur: 2 b
  • Es-Dur: 3 b
  • As-Dur: 4 b
  • Des-Dur: 5 b
  • Ges-Dur: 6 b
  • Ces-Dur: 7 b

Die Reihenfolge der b-Vorzeichen lautet:

B – Es – As – Des – Ges – Ces – Fes

B-Dur besitzt beispielsweise zwei b-Vorzeichen:

B – Es

Es-Dur besitzt drei:

B – Es – As

As-Dur besitzt vier:

B – Es – As – Des

Was bedeuten ♯ und ♭?

Ein ♯ erhöht einen Ton um einen Halbton. Ein ♭ erniedrigt einen Ton um einen Halbton.

Stehen die Zeichen am Anfang eines Notensystems als Bestandteil der Tonartvorzeichnung, gelten sie grundsätzlich für die entsprechenden Tonhöhenklassen im Stück, solange die Tonartvorzeichnung nicht geändert wird.

Innerhalb eines Taktes können ♯, ♭ oder Auflösungszeichen außerdem als Versetzungszeichen auftreten.

Bezeichnungen wie „Kreuzschlüssel“ oder „Flachschlüssel“ sind hierfür nicht korrekt. Ein Schlüssel ist etwas anderes, beispielsweise der Violin- oder Bassschlüssel.

Welche Vorzeichen haben Molltonarten?

Eine Molltonart hat nicht einfach ein Vorzeichen mehr oder weniger als eine gleichnamige Durtonart.

Um die Tonartvorzeichnung einer Molltonart herauszufinden, kannst du stattdessen ihre parallele Durtonart bestimmen. Beide besitzen dieselbe Tonartvorzeichnung.

Beispiele:

  • a-Moll ↔ C-Dur: keine Vorzeichen
  • e-Moll ↔ G-Dur: 1 Kreuz
  • h-Moll ↔ D-Dur: 2 Kreuze
  • fis-Moll ↔ A-Dur: 3 Kreuze
  • cis-Moll ↔ E-Dur: 4 Kreuze
  • d-Moll ↔ F-Dur: 1 b
  • g-Moll ↔ B-Dur: 2 b
  • c-Moll ↔ Es-Dur: 3 b
  • f-Moll ↔ As-Dur: 4 b

Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen natürlichem, harmonischem und melodischem Moll.

Die Tonartvorzeichnung basiert auf der natürlichen Molltonleiter. Beim harmonischen Moll wird die siebte Stufe zusätzlich erhöht.

Natürliches a-Moll:

A – H – C – D – E – F – G – A

Harmonisches a-Moll:

A – H – C – D – E – F – Gis – A

Das Gis wird dabei normalerweise als zusätzliches Versetzungszeichen notiert und nicht als Bestandteil der Tonartvorzeichnung von a-Moll.

Tonarten anhand der Vorzeichen erkennen

Wenn du weißt, wie viele Kreuze oder b eine Tonart besitzt, kannst du mit dem Quintenzirkel schnell herausfinden, welche Dur- und Molltonart infrage kommen.

Drei Kreuze bedeuten beispielsweise:

  • A-Dur oder
  • fis-Moll

Drei b bedeuten:

  • Es-Dur oder
  • c-Moll

Die Vorzeichen allein reichen deshalb nicht immer aus, um zu entscheiden, ob ein Stück in Dur oder Moll steht.

Dazu musst du zusätzlich untersuchen, welcher Ton und welcher Akkord als tonales Zentrum wirken.

Harmonien und Akkorde im Quintenzirkel

Der Quintenzirkel kann dir helfen, harmonische Beziehungen zwischen Akkorden zu verstehen. Dabei ist wichtig, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden:

  • Tonarten, die im Quintenzirkel nebeneinanderliegen
  • Akkorden, die innerhalb einer bestimmten Tonart entstehen

Der Quintenzirkel zeigt zunächst Tonarten. Daraus lässt sich jedoch viel über typische harmonische Beziehungen ableiten.

In C-Dur sind beispielsweise C-Dur, F-Dur und G-Dur besonders wichtig:

  • C-Dur = I. Stufe = Tonika
  • F-Dur = IV. Stufe = Subdominante
  • G-Dur = V. Stufe = Dominante

Im Quintenzirkel liegen F, C und G direkt nebeneinander.

Diese I-IV-V-Beziehung ist eine der wichtigsten harmonischen Grundlagen in westlicher Pop-, Rock-, Folk-, Country- und Bluesmusik.

Welche Akkorde passen in einer Durtonart zusammen?

Aus jeder Stufe einer Durtonleiter lässt sich ein Dreiklang bilden.

Für C-Dur sind das:

  • C-Dur – I
  • d-Moll – ii
  • e-Moll – iii
  • F-Dur – IV
  • G-Dur – V
  • a-Moll – vi
  • h-vermindert – vii°

Das allgemeine Muster der Dreiklänge innerhalb einer Durtonart lautet:

Dur – Moll – Moll – Dur – Dur – Moll – vermindert

beziehungsweise:

I – ii – iii – IV – V – vi – vii°

Dieses Muster lässt sich auf jede Durtonart übertragen.

In G-Dur ergibt sich beispielsweise:

  • G-Dur
  • a-Moll
  • h-Moll
  • C-Dur
  • D-Dur
  • e-Moll
  • fis-vermindert

Hauptakkorde für alle Durtonarten

Die Stufen I, IV und V sind die drei Dur-Akkorde einer Tonart, die vi ist ihre parallele Molltonart. Mit diesen vier Akkorden lassen sich unzählige Songs begleiten. Großbuchstabe = Dur-Akkord, Kleinbuchstabe = Moll-Akkord (a = a-Moll, auf Gitarren-Notenblättern oft als Am geschrieben).

TonartIIVVvi
C-DurCFGa
G-DurGCDe
D-DurDGAh
A-DurADEfis
E-DurEAHcis
H-DurHEFisgis
Fis-DurFisHCisdis
F-DurFBCd
B-DurBEsFg
Es-DurEsAsBc
As-DurAsDesEsf
Des-DurDesGesAsb

Auf dem Quintenzirkel liegen IV und V immer direkt links und rechts neben der Tonart, die vi steht im inneren Kreis darunter. So kannst du die Akkorde für jede Tonart ablesen, ohne die Tabelle zu brauchen.

Welche Akkorde passen in einer Molltonart zusammen?

Bei natürlichem a-Moll entstehen aus den Tönen A, H, C, D, E, F und G folgende Dreiklänge:

  • a-Moll – i
  • h-vermindert – ii°
  • C-Dur – III
  • d-Moll – iv
  • e-Moll – v
  • F-Dur – VI
  • G-Dur – VII

In Moll wird jedoch häufig die siebte Tonleiterstufe erhöht, um eine stärkere Dominantwirkung zu erzeugen.

Aus G wird in a-Moll dann Gis. Dadurch wird aus dem natürlichen e-Moll-Akkord ein E-Dur-Akkord beziehungsweise häufig E7.

Die Verbindung:

E7 → a-Moll

erzeugt dadurch eine besonders deutliche Dominant-Tonika-Wirkung.

Modulation mit dem Quintenzirkel verstehen

Eine Modulation ist ein Wechsel von einer Tonart in eine andere.

Der Quintenzirkel ist dabei besonders hilfreich, weil er sogenannte eng verwandte Tonarten sichtbar macht.

C-Dur und G-Dur liegen beispielsweise direkt nebeneinander und teilen sechs ihrer sieben Tonleitertöne.

C-Dur:

C – D – E – F – G – A – H

G-Dur:

G – A – H – C – D – E – Fis

Auch viele Akkorde sind beiden Tonarten gemeinsam. Dadurch kann ein Wechsel von C-Dur nach G-Dur vergleichsweise fließend gestaltet werden.

Dasselbe gilt für C-Dur und F-Dur.

Der Quintenzirkel muss dafür nicht gedreht oder verändert werden. Er dient als Orientierungskarte, auf der du Ausgangstonart und Zieltonart miteinander vergleichen kannst.

Natürlich kann Musik auch in weit entfernte Tonarten modulieren. Der Quintenzirkel verbietet solche Wechsel nicht. Er zeigt lediglich, welche Tonarten hinsichtlich ihrer Vorzeichen und ihres Tonmaterials besonders eng miteinander verwandt sind.

Melodien mit dem Quintenzirkel verstehen

Der Quintenzirkel ist keine direkte Anleitung zum Erfinden von Melodien. Er kann aber helfen, die harmonische Umgebung einer Melodie zu verstehen.

Wenn ein Stück beispielsweise in G-Dur steht, bilden die Töne:

G – A – H – C – D – E – Fis

den diatonischen Grundtonvorrat dieser Tonart.

Das bedeutet nicht, dass andere Töne verboten wären. Chromatische Durchgangstöne, Blue Notes, Alterationen oder Töne aus kurzfristigen Tonartwechseln sind ein normaler Bestandteil vieler Musikrichtungen.

Der Quintenzirkel hilft dir also eher dabei, die tonale Umgebung zu verstehen, als dir konkrete Melodietöne vorzuschreiben.

Improvisation mit dem Quintenzirkel

Beim Improvisieren kann der Quintenzirkel ebenfalls als Orientierung dienen.

Wenn eine Akkordfolge vollständig in einer Tonart bleibt, kannst du zunächst mit dem Tonmaterial dieser Tonart arbeiten.

Wechselt die Harmonie dagegen in eine andere Tonart, kannst du am Quintenzirkel erkennen, wie nah oder weit die neue Tonart von der Ausgangstonart entfernt ist.

Besonders bei Jazz, Blues, Rock, Pop und improvisierter Musik hilft es, nicht nur Skalen auswendig zu lernen, sondern die harmonischen Funktionen hinter den Akkorden zu verstehen.

Der Quintenzirkel ist dabei eines von mehreren Werkzeugen. Je komplexer die Harmonik wird, desto wichtiger werden zusätzlich Akkordtöne, Stufenanalyse, Modi, Zwischendominanten und Voice Leading.

Musik mit dem Quintenzirkel analysieren

Bei der Analyse eines Stückes hilft der Quintenzirkel vor allem bei drei Fragen:

  1. In welcher Tonart befindet sich das Stück?
  2. Welche Tonarten sind harmonisch eng mit der Ausgangstonart verwandt?
  3. Findet im Verlauf des Stücks eine Modulation statt?

Auch die Bewegung der Grundtöne von Akkorden kann interessant sein. Besonders häufig ist die Bewegung um eine Quinte abwärts beziehungsweise eine Quarte aufwärts.

Ein klassisches Beispiel innerhalb von C-Dur ist:

a-Moll → d-Moll → G-Dur → C-Dur

Als Stufen:

vi → ii → V → I

Die Grundtöne bewegen sich dabei A → D → G → C. Diese Bewegung kann als Folge fallender Quinten beziehungsweise steigender Quarten verstanden werden.

Was ist eine Quintfallsequenz?

Eine Quintfallsequenz ist eine Akkordfolge, bei der sich die Grundtöne der Akkorde wiederholt um eine Quinte abwärts beziehungsweise eine Quarte aufwärts bewegen.

Ein bekanntes diatonisches Beispiel in C-Dur ist:

Am → Dm → G → C → F → Hdim → Em → Am

In realer Musik werden diese Akkorde häufig als Septakkorde gespielt oder durch Dominantakkorde und andere harmonische Varianten verändert.

Quintfallbewegungen sind besonders wichtig, weil die Bewegung von Dominante zu Tonika – beispielsweise G7 nach C – zu den stärksten funktionalen Auflösungen in tonaler Musik gehört.

Bekannte Stücke mit Quintfall- beziehungsweise Circle-of-Fifths-Folgen

Die Aussage, ein Song „verwendet den Quintenzirkel“, ist häufig etwas ungenau. Der Quintenzirkel ist zunächst eine Darstellung von Tonarten. In Musikstücken findet man dagegen oft Quintfallsequenzen oder Akkordfolgen mit Grundtonbewegungen in Quinten.

Bekannte Beispiele, bei denen solche Strukturen eine wichtige Rolle spielen, sind unter anderem:

  • „Autumn Leaves“ – ein besonders bekanntes Beispiel für eine längere Quintfallbewegung und ii-V-Verbindungen
  • „Fly Me to the Moon“ – große Teile der Harmonik bewegen sich in Quint- beziehungsweise Quartschritten
  • „I Will Survive“ – enthält eine ausgeprägte Quintfallsequenz
  • „Love You Like a Love Song“ – enthält ebenfalls eine Circle-of-Fifths-Akkordbewegung
  • „Barbie Girl“ – enthält eine Quintfallstruktur innerhalb der Harmonik
  • „You and Whose Army?“ von Radiohead – verwendet eine komplexere, teilweise chromatische Quintfallbewegung
  • „Thoughts of a Dying Atheist“ von Muse – enthält ebenfalls eine entsprechende Akkordsequenz

Gerade im Jazz ist die Bewegung in fallenden Quinten besonders verbreitet. Die häufige Verbindung ii-V-I ist bereits ein Ausschnitt dieses Prinzips.

Wie verwendet man den Quintenzirkel am besten?

Der Quintenzirkel wird deutlich leichter verständlich, wenn du ihn nicht nur auswendig lernst, sondern direkt auf deinem Instrument ausprobierst.

  • Lerne zuerst die Reihenfolge: C – G – D – A – E – H – Fis sowie C – F – B – Es – As – Des – Ges.
  • Lerne anschließend die Paralleltonarten: C-Dur/a-Moll, G-Dur/e-Moll, D-Dur/h-Moll und so weiter.
  • Spiele die Tonleitern: Beobachte, welches neue Vorzeichen bei jedem Schritt hinzukommt.
  • Spiele I-IV-V: Beginne beispielsweise mit C-F-G, anschließend G-C-D und danach D-G-A.
  • Transponiere Akkordfolgen: Übertrage eine Progression von C-Dur nach G-Dur, D-Dur oder eine andere Tonart.
  • Übe Modulationen: Wechsle zwischen benachbarten Tonarten und achte auf gemeinsame Akkorde und Töne.
  • Analysiere Songs: Bestimme Tonart, Stufen und mögliche Tonartwechsel.

Wie finde ich schnell die Tonart eines Stückes heraus?

Der Quintenzirkel kann bei der Tonartbestimmung helfen, ist aber nur ein Teil der Analyse.

  • Prüfe die Tonartvorzeichnung: Die Anzahl der Kreuze oder b grenzt die Möglichkeiten auf eine Durtonart und ihre parallele Molltonart ein.
  • Suche das tonale Zentrum: Welcher Ton beziehungsweise Akkord wirkt wie der Ruhepunkt oder das musikalische Zuhause?
  • Untersuche die Dominante: Eine starke V-I- beziehungsweise V-i-Verbindung kann die Tonart deutlich anzeigen.
  • Beachte den Schluss: Viele Stücke enden auf der Tonika. Das ist häufig hilfreich, aber keine zwingende Regel.
  • Analysiere die Melodie: Besonders hervorgehobene oder häufig als Ziel verwendete Töne können auf die Tonika hinweisen.
  • Beachte Tonartwechsel: Ein Stück kann im Verlauf modulieren und deshalb zeitweise mehrere tonale Zentren besitzen.

Der erste Akkord eines Stückes muss übrigens nicht die Tonika sein. Ein Stück kann problemlos beispielsweise auf der Subdominante, der Dominante oder einem anderen Akkord beginnen.

Warum beginnt man beim Quintenzirkel meistens mit C?

C-Dur wird üblicherweise oben beziehungsweise am Ausgangspunkt des Quintenzirkels dargestellt, weil C-Dur keine Kreuz- oder b-Vorzeichen besitzt.

Dadurch eignet sich die Tonart als neutraler Ausgangspunkt:

C – D – E – F – G – A – H – C

Von C-Dur aus sieht man anschließend besonders leicht, wie in der einen Richtung immer weitere Kreuze und in der anderen Richtung immer weitere b hinzukommen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass C musikalisch wichtiger wäre als andere Grundtöne. Jede Tonhöhe kann grundsätzlich Grundton einer Tonart oder Tonleiter sein.

Auch die Aussage, eine Tonleiter müsse grundsätzlich mit C beginnen, wäre falsch. Es gibt beispielsweise G-Dur, Es-Dur, fis-Moll, d-Moll und zahlreiche weitere Tonleitern mit anderen Grundtönen.

Warum ist C-Dur auf dem Klavier so leicht zu verstehen?

C-Dur wird im Musikunterricht besonders häufig verwendet, weil die C-Dur-Tonleiter auf dem Klavier ausschließlich auf den weißen Tasten gespielt werden kann.

Dadurch lassen sich Ganzton- und Halbtonschritte, Intervalle und Akkordstrukturen besonders übersichtlich darstellen.

Auch a-Moll verwendet in seiner natürlichen Form ausschließlich die weißen Klaviertasten. Das liegt daran, dass a-Moll die Paralleltonart von C-Dur ist.

Welche Akkorde passen zusammen im Quintenzirkel?

Der Quintenzirkel zeigt nicht direkt eine verbindliche Liste von Akkorden, die immer zusammen gespielt werden müssen. Er hilft jedoch, Tonarten, Akkordfunktionen und harmonische Verwandtschaften zu verstehen.

Für eine einfache Durtonart sind insbesondere die Stufen I, IV und V wichtig.

In C-Dur sind das:

C – F – G

In G-Dur:

G – C – D

In D-Dur:

D – G – A

Alle drei Gruppen lassen sich direkt aus dem Quintenzirkel ableiten, denn Tonika, Subdominante und Dominante liegen dort unmittelbar nebeneinander.

Für umfangreichere Akkordfolgen solltest du zusätzlich die diatonischen Stufenakkorde der jeweiligen Tonart kennen.

Praktische Quintenzirkel-Übungen für die Gitarre

  1. Spiele die Durtonarten im Quintenzirkel. Beginne mit C-Dur, anschließend G-Dur, D-Dur, A-Dur und E-Dur. Beobachte, wie jeweils ein weiteres Kreuz hinzukommt.
  2. Spiele die Paralleltonarten. Wechsle zwischen C-Dur und a-Moll, G-Dur und e-Moll, D-Dur und h-Moll sowie A-Dur und fis-Moll.
  3. Übe I-IV-V-Verbindungen. Spiele C-F-G-C, danach G-C-D-G und anschließend D-G-A-D.
  4. Transponiere eine Akkordfolge. Spiele beispielsweise C-Am-F-G. Übertrage dieselbe Stufenfolge anschließend nach G-Dur: G-Em-C-D.
  5. Übe ii-V-I. In C-Dur lautet diese Verbindung Dm-G-C. Spiele sie anschließend beispielsweise in G-Dur als Am-D-G.
  6. Spiele eine Quintfallsequenz. Probiere Am-Dm-G-C-F und höre auf die starke Vorwärtsbewegung der Harmonie.
  7. Moduliere zwischen benachbarten Tonarten. Wechsle beispielsweise von C-Dur nach G-Dur und suche Akkorde, die in beiden Tonarten vorkommen.
  8. Schreibe den Quintenzirkel aus dem Gedächtnis auf. Beginne bei C und ergänze die Tonarten anschließend in beiden Richtungen.

Eine einfache 10-Minuten-Übung mit dem Quintenzirkel

Wenn du den Quintenzirkel wirklich lernen möchtest, kannst du jeden Tag eine kurze Übung durchführen:

  1. Schreibe C oben an den Kreis.
  2. Ergänze im Uhrzeigersinn G, D, A, E, H und Fis.
  3. Ergänze gegen den Uhrzeigersinn F, B, Es, As, Des und Ges.
  4. Ordne jeder Durtonart ihre parallele Molltonart zu.
  5. Wähle eine Tonart und spiele ihre I-, IV- und V-Akkorde.
  6. Spiele anschließend alle sieben diatonischen Dreiklänge der Tonart.
  7. Transponiere eine kurze Akkordfolge eine Position weiter im Quintenzirkel.

Damit lernst du nicht nur die Grafik auswendig, sondern verbindest den Quintenzirkel direkt mit dem Klang auf deinem Instrument.

Häufige Fehler beim Quintenzirkel

Beim Lernen des Quintenzirkels werden einige Dinge besonders häufig verwechselt:

  • Der Quintenzirkel besteht nicht aus sieben Tönen. Er stellt Tonarten beziehungsweise Tonartvorzeichnungen und ihre Beziehungen dar.
  • C-Dur und a-Moll sind Paralleltonarten. C-Dur und c-Moll sind dagegen gleichnamige Tonarten.
  • A-Dur und g-Moll gehören nicht zusammen. Die Paralleltonart von A-Dur ist fis-Moll.
  • Fis-Dur besitzt sechs Kreuze. Vier Kreuze gehören zu E-Dur beziehungsweise cis-Moll.
  • c-Moll besitzt drei b. Seine parallele Durtonart ist Es-Dur.
  • Der Quintenzirkel zeigt nicht einfach C-D-E-F-G-A-H. Im Uhrzeigersinn lautet die Folge C-G-D-A-E-H-Fis-Cis.
  • Der erste Akkord eines Stückes muss nicht die Tonika sein.
  • Benachbarte Tonarten sind eng verwandt, aber weiter entfernte Tonarten sind nicht „verboten“. Musik kann grundsätzlich zwischen allen Tonarten modulieren.

FAQ zum Quintenzirkel

Was zeigt der Quintenzirkel?

Der Quintenzirkel zeigt Tonarten, ihre Tonartvorzeichnungen und ihre Beziehungen zueinander. Benachbarte Tonarten liegen jeweils eine reine Quinte auseinander und unterscheiden sich in ihrer Tonartvorzeichnung um ein Vorzeichen.

Wie lautet der Quintenzirkel im Uhrzeigersinn?

Ausgehend von C lautet die Reihe:

C – G – D – A – E – H – Fis – Cis

Wie lautet der Quintenzirkel gegen den Uhrzeigersinn?

Ausgehend von C lautet die Reihe:

C – F – B – Es – As – Des – Ges – Ces

Wie finde ich die parallele Molltonart?

Die parallele Molltonart liegt eine kleine Terz beziehungsweise drei Halbtonschritte unter dem Grundton der Durtonart und besitzt dieselbe Tonartvorzeichnung.

Beispiel:

C-Dur → a-Moll

Welche Molltonart gehört zu A-Dur?

Die parallele Molltonart von A-Dur ist fis-Moll. Beide besitzen drei Kreuze: Fis, Cis und Gis.

Wie viele Vorzeichen hat Fis-Dur?

Fis-Dur besitzt sechs Kreuze: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais und Eis.

Wie viele Vorzeichen hat c-Moll?

c-Moll besitzt drei b-Vorzeichen: B, Es und As. Die parallele Durtonart ist Es-Dur.

Was ist der Unterschied zwischen Quintenzirkel und Quartenzirkel?

Es handelt sich im Wesentlichen um dieselbe kreisförmige Struktur aus unterschiedlicher Leserichtung. Im Uhrzeigersinn bewegt man sich üblicherweise in aufsteigenden Quinten. Gegen den Uhrzeigersinn entspricht die Bewegung aufsteigenden Quarten beziehungsweise fallenden Quinten.

Welche Akkorde liegen im Quintenzirkel nebeneinander?

Der Quintenzirkel zeigt zunächst Tonarten. Betrachtet man beispielsweise C-Dur, liegen F-Dur und G-Dur direkt daneben. Diese entsprechen in C-Dur der Subdominante und Dominante und gehören zusammen mit C-Dur zu den wichtigsten Akkorden der Tonart.

Muss ich den Quintenzirkel auswendig lernen?

Nein. Du kannst ihn jederzeit als Nachschlagewerk benutzen. Wenn du regelmäßig Musik spielst oder komponierst, lohnt es sich aber, zumindest die grundlegende Reihenfolge C-G-D-A-E-H-Fis und C-F-B-Es-As-Des-Ges sowie die wichtigsten Paralleltonarten zu kennen.

Das musst du dir zum Thema Quintenzirkel merken

Der Quintenzirkel ist eine Darstellung von Tonarten und ihren Beziehungen zueinander. Benachbarte Tonarten befinden sich jeweils im Abstand einer reinen Quinte.

Im Uhrzeigersinn lautet die grundlegende Reihenfolge:

C – G – D – A – E – H – Fis – Cis

Dabei kommt mit jedem Schritt ein Kreuz hinzu.

Gegen den Uhrzeigersinn lautet sie:

C – F – B – Es – As – Des – Ges – Ces

Dabei kommt mit jedem Schritt ein b hinzu.

Jede Durtonart besitzt außerdem eine parallele Molltonart mit derselben Tonartvorzeichnung:

C-Dur/a-Moll, G-Dur/e-Moll, D-Dur/h-Moll, A-Dur/fis-Moll und so weiter.

Der Quintenzirkel hilft dir beim Bestimmen von Tonarten und Vorzeichen, beim Verständnis von Akkordfolgen, beim Transponieren, beim Analysieren von Modulationen und als Orientierung beim Komponieren und Improvisieren.

Am nützlichsten wird er, wenn du ihn nicht nur als Grafik auswendig lernst, sondern die Beziehungen direkt auf deinem Instrument spielst und hörst.

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